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Arbeitsweise und Politischer Auftrag

2004 traf sich am Sitz der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn erstmals der Initiativkreis »Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt«. Seither tagt der Ratschlag regelmäßig, verfolgt die aktuellen Diskurse, sondiert die relevanten Themen, bereitet sie für Bundesfachkongresse auf und wertet sie für die weitere Arbeit aus.

Politischer Referenzrahmen ist u.a. die "Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen", welche die UNESCO-Generalkonferenz am 20. Oktober 2005 verabschiedet hat. Das Übereinkommen schafft eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eigenständige Kulturpolitik. Die Konvention trat am 18. März 2007 in Kraft. Deutschland hat die UNESCO-Konvention am 12. März 2007 ratifiziert.

inter.kultur.politik

Die Vorgeschichte des Ratschlags reicht bis in die 1980er Jahre zurück. Damals hatten sich interkulturell engagierte zivilgesellschaftliche Initiativen gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission, der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und der Evangelischen Akademie Villigst (vormals Iserlohn) zusammengetan, um den sich abzeichnenden Diskurs zu Kultur, internationalem Austausch, Migration und Entwicklungspolitik zu verfolgen und mit zu gestalten. Aus der Fülle der Tagungskontakte zur »Kulturellen Vielfalt« in Villigst und Iserlohn und im Nachgang zum Kulturpolitischen Bundeskongress 2003 der Kulturpolitischen Gesellschaft zum Thema »inter.kultur.politik« entstand ein neues Netzwerk.

Der bundesweite Ratschlag Kulturelle Vielfalt setzt auf eine Gesellschaft, die von Zuwanderung, Internationalität und Pluralität geprägt ist. Gleichberechtigte Teilhabe aller wird als Voraussetzung und wichtige Ressource für die nachhaltige Entwicklung im nationalen und internationalen Rahmen begriffen.

recherchieren, diskutieren, entwickeln

Der Ratschlag recherchiert, diskutiert und entwickelt Empfehlungen, Strategien und Modelle für die Chancen und Potenziale kultureller Vielfalt mit dem Ziel einer transparenten gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen.

Seit 2006 initiiert der Ratschlag alle zwei Jahre den Bundesfachkongress Interkultur als Forum zur Diskussion zukunftsfähiger Antworten auf den durch Zuwanderung entstandenen Wandel der Gesellschaft.

Aus diesen breit angelegten öffentlichen Diskursen zu Modellen des Zusammenlebens entwickelt der Ratschlag Handlungsempfehlungen für die Praxis in Stadt und Land sowie anderen gesellschaftlichen Einrichtungen zur Gestaltung von Vielfalt.

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